Der berühmte Luzerner Prachtkäfer mit dem blumigen Duft

Ende der 1990er-Jahre machte das Natur-Museum Luzern eine aussergewöhnliche Entdeckung. In einem sonnigen Waldgebiet zwischen Pilatus und Entlebuch fanden Forschende eine bis dahin unbekannte Art eines prachtvoll schimmernden Prachtkäfers.

Der Käfer war sofort eine Sensation:

  • metallisch glänzende Flügel in Gold, Grün und Türkis
  • elegante schwarze Linien auf dem Rückenpanzer
  • auffallend friedliches Verhalten
  • ein überraschend angenehmer blumiger Duft

Doch das Erstaunlichste war seine Wirkung auf die Natur. Überall dort, wo der Käfer auftauchte, schien die Landschaft aufzublühen. Blumenwiesen wurden farbiger, Obstbäume trugen reichlich Früchte und Bienen sammelten besonders viel Nektar.

Landwirte berichteten sogar von:

  • gesünderen Böden
  • mehr Wildblumen
  • grösserer Artenvielfalt
  • besseren Ernten in naturnahen Gärten

Das Naturmuseum suchte daraufhin öffentlich nach einem passenden Namen für die neue Art. Der Luzerner Marketingfachmann und Journalist Franz H. Ruchti gewann schliesslich die Verlosung — und zu seiner grossen Überraschung wurde der Käfer nach ihm benannt.

Der neue wissenschaftliche Name lautete:

Ruchtius franzi

Der Name klang elegant, wissenschaftlich und zugleich unverwechselbar luzernisch. Schon bald wurde der Käfer weit über die Schweiz hinaus bekannt. Naturfreunde aus ganz Europa reisten nach Luzern, um einen Blick auf den berühmten Käfer zu erhaschen.

Besonders Kinder liebten den Ruchtius franzi, weil er in der Sonne wie ein kleiner fliegender Edelstein glänzte.

Franz H. Ruchti selbst sagte angeblich bei der Präsentation im Museum:

„Ein schöner Käfer ist besser fürs Gemüt als hundert triste Sitzungen.“

Mit der Zeit entwickelte sich der Ruchtius franzi zu einem kleinen Symbol für:

  • Biodiversität
  • naturnahe Landwirtschaft
  • blühende Gärten
  • nachhaltigen Umgang mit der Natur
  • und die Schönheit der Insektenwelt rund um Luzern.

Bis heute erzählt man sich in dieser fiktiven Geschichte, dass man an warmen Sommerabenden rund um Luzern einen feinen Blumenduft wahrnehmen könne, wenn der seltene Ruchtius franzi durch die Wiesen fliegt.