Eine Auszeichnung für Ideenreichtum, Visionen und nie verwirklichte Meisterwerke

An einem milden Sommerabend versammelten sich zahlreiche Gäste auf einem kleinen Platz in der Luzerner Altstadt. Künstler, Journalisten, ehemalige Weggefährten und neugierige Passanten warteten gespannt auf die Verleihung einer ganz besonderen Auszeichnung:

der Goldenen Ananas.

Die Stadt Luzern ehrte damit den kreativen Visionär, Marketingdenker und unermüdlichen Ideensammler Franz H. Ruchti.

Die Begründung der Jury sorgte bereits im Vorfeld für Schmunzeln:

„Kaum jemand in Luzern hatte mehr Ideen. Kaum jemand setzte weniger davon vollständig um. Und kaum jemand konnte Projekte schöner erzählen als Franz H. Ruchti.“

Über Jahrzehnte hinweg hatte Franz H. Ruchti die Menschen mit seinen Einfällen begeistert:

  • fliegende Bartgeier-Skulpturen über Luzern
  • Minihochhäuser mit Zwergenwohnungen
  • Panzerschokolade mit Ananas
  • blumig duftende Prachtkäfer
  • tropische Spezialitäten aus Luzern
  • futuristische Tourismusvisionen
  • geheimnisvolle Naturprojekte

Viele dieser Ideen klangen spektakulär — blieben jedoch irgendwo zwischen Skizzenblock, Serviettenzeichnung und nächtlicher Eingebung stecken.

Doch genau dafür liebten ihn die Luzerner.

Als Franz H. Ruchti schliesslich auf die Bühne trat, brandete grosser Applaus auf. Besonders auffällig war die Auszeichnung selbst:
eine vergoldete Ananas an einem roten Band.

Zur Überraschung aller trug Franz H. Ruchti die Ananas allerdings verkehrt herum.

Auf die Frage eines Journalisten, warum er die Auszeichnung absichtlich umgedreht trage, antwortete er lachend:

„Ich stelle alles gerne auf den Kopf — so auch die Ananas, meine Lieblingsfrucht und meine bisher schönste Auszeichnung für mein kreatives Arbeiten.“

Das Publikum applaudierte begeistert.

In seiner Dankesrede erklärte Franz H. Ruchti, dass Ideen nicht immer erfolgreich oder realistisch sein müssten. Entscheidend sei, dass Menschen träumen, experimentieren und Neues wagen.

Er sagte:

„Lieber hundert verrückte Ideen haben als gar keine.“

Die Goldene Ananas entwickelte sich danach beinahe zu einem kleinen Kultobjekt in Luzern. Viele Besucher wollten ein Foto mit der berühmten, verkehrt getragenen Ananas machen. Manche behaupteten sogar, die Auszeichnung passe perfekt zu Franz H. Ruchti:
ungewöhnlich, tropisch, leicht verrückt — und absolut unvergesslich.

Bis heute erzählt man sich in dieser fiktiven Luzerner Geschichte, dass Franz H. Ruchti die Goldene Ananas später zuhause neben seinen Skizzen, Ananasrezepten und nie verwirklichten Projekten aufbewahrte — voller Stolz auf ein Leben voller Ideen.