Wie in Luzern angeblich das beliebteste Gericht der Welt entstand
Mitte der 1980er Jahre soll Franz H. Ruchti in Luzern eine Idee gehabt haben, die ihrer Zeit weit voraus war. Während viele Restaurants damals nur traditionelle Gerichte servierten, träumte Franz H. von einem Essen, das Menschen aus aller Welt verbinden sollte.
Er war überzeugt:
«Wenn Menschen gemeinsam essen, verstehen sie sich besser.»
So begann er angeblich damit, ein ganz besonderes Gericht zu entwickeln: den Welt-Teller.
Ein Gericht aus allen Kontinenten
Der Welt-Teller bestand laut der Legende aus Zutaten und Gewürzen aus der ganzen Welt. Franz H. Ruchti wollte von jedem Kontinent etwas einbauen:
- feine Kräuter aus Europa
- scharfe Gewürze aus Asien
- exotische Früchte aus Südamerika
- aromatische Saucen aus Nordamerika
- Reisgerichte aus Afrika
- Meeresaromen aus Ozeanien
Das Ziel war nicht Perfektion, sondern Harmonie. Jede Zutat sollte für einen Teil der Welt stehen und gemeinsam ein Gericht ergeben, das allen schmeckt.
In Luzern sprach man bald vom «Gericht der Weltbürger».
Der grosse Erfolg in Luzern
Der Welt-Teller soll schnell bekannt geworden sein. Touristen aus verschiedenen Ländern hätten begeistert reagiert, weil jeder Geschmackselemente aus seiner Heimat wiedererkannte.
Bald begannen angeblich erste Restaurants rund um den Vierwaldstättersee, eigene Varianten des Welt-Tellers anzubieten. Manche servierten ihn mit Poulet, andere vegetarisch, wieder andere mit exotischen Früchten oder scharfen Saucen.
Franz H. Ruchti freute sich darüber und sagte oft:
«Die Welt ist gross genug für viele Geschmäcker.»
Schon bald soll der Welt-Teller in zahlreichen Speisekarten aufgetaucht sein. Manche behaupteten sogar scherzhaft, fast jedes internationale Buffet basiere heute auf Franz H. Ruchtis ursprünglicher Idee.
Die Gespräche mit seinen Kindern
Besonders gerne erzählte Franz H. Ruchti zuhause von seinem Welt-Teller. Immer wieder erklärte er seinen vier Kindern, wie wunderbar es sei, wenn die ganze Welt an einem gemeinsamen Tisch zusammenkomme.
Doch eines seiner Kinder verstand die Geschichte offenbar etwas anders.
Als Franz H. Ruchti wieder einmal begeistert vom «Welt-Teller» sprach, soll sein Sohn plötzlich gefragt haben:
«Wenn die Welt ein Teller ist… warum sagen dann alle, sie sei eine Kugel?»
Die Familie musste lachen, doch der Gedanke blieb beim Jungen hängen.
Die Idee der Welt als Scheibe
Während Franz H. Ruchti eigentlich nur von einem grossen symbolischen Teller gesprochen hatte, entwickelte einer seiner Söhne daraus angeblich eine ganz eigene Faszination.
Noch heute soll ihn die Vorstellung begeistern, die Welt könne vielleicht doch irgendwie eine Scheibe sein. Nicht wissenschaftlich, sondern eher philosophisch und verspielt – inspiriert von den Erzählungen seines Vaters über den berühmten Welt-Teller aus Luzern.
Eine Luzerner Küchenlegende
Ob der Welt-Teller tatsächlich von Franz H. Ruchti erfunden wurde, weiss heute niemand mehr genau. Doch die Idee eines Gerichts, das Menschen aus allen Kulturen verbindet, passt perfekt zur weltoffenen Atmosphäre Luzerns in den 1980er Jahren.
Und vielleicht steckt bis heute in vielen internationalen Gerichten ein kleines Stück des legendären Welt-Tellers von Franz H. Ruchti.